REVIEW "ENCOUNTER" ROCK HARD
Neues Label, endlich Glück? Zu wünschen wäre es den sympathischen
Schwyzerdütschen um dem ehemaligen Carrion/Poltergeist-Axeman V.O.
Pulver (v./g.) allemal. Immerhin mischt das eloquente Stehaufmännchen
aus Basel seit nunmehr 1986 in der europäischen Hartwurstszene mit.
Bislang leider ohne nennenswerten Erfolg. Um so schöner wäre es, wenn
GURD mit ihrem sechsten Longplayer endlich den eher hinderlichen Ruf als ewiger Geheimtipp ablegen und durchstarten könnten. Die Klasse dazu hat "Encounter" in jedem Fall, auch wenn sich die Veränderungen im Vergleich zu den beiden Vorgängern "Bedlam" und "Down The Drain" in Grenzen halten. Zwar sorgten mit V.O. und Basser Franky heuer erstmals zwei Bandmitglieder für den angenehm urwüchsigen Sound der Platte, ansonsten frönen die vier Eidgenossen wie gehabt einem modernem (No! No Nu!) Mix aus Groove- und Thrash Metal mit Prong-artigen Riffs und Rhythmen. Wer das halbgare Prong-Revival von Tommy Victor ohne die Gründungsmitglieder Mike Kirkland und Ted Parsons ähnlich kritisch beurteilt wie ich, die unsterblichen Gassenhauer der Troika aber immer noch gerne hört, seien die reichlich gesäten Höhepunkte der neuen GURD (,Razorblade', ,Older But Wiser', ,Decision', ,Believe In Nothing' und vor allem der Metallica-meets-Misfits Ohrwurm ,My Demons') als gelungene Alternative zu den New Yorker-Groovegöttern wärmstens ans Herz gelegt. Und noch was: Die nächste Pappnase, die Thrash ohne h schreibt wie in der "Encounter"-Bio gleich zweimal geschehen, kriegt von Buffos Blähorchester gehörig den (M)arsch geblasen.
8 / 10 Punkte
Buffo
www.rockhard.de
REVIEW "ENCOUNTER" BRIGHT EYES GERMANY
Nach fast genau 3 Jahren hauen uns GURD ihr sechstes Album um die Ohren und brechen sofort mit dem thrashigen Opener „Razorblade“ volle Kanne nach vorne los. Welch Opener! Man spürt sofort die Mörderproduktion, die die Band selbst in die Hand genommen hat. Einfach gestrickte Granaten, die aber eine gewisse Eigenständigkeit nicht ableugnen. Das Ding klingt, wie ein Befreiungsschlag. Hier wird frisch dem Metal gefrönt. Hört Euch nur als Anspieltipp, „A New War“ an und schon wird die Marschrichtung klar (okay, mit solchen Aussagen sollte man momentan etwas vorsichtig umgehen, aber wenn’s halt so rockt, Alter). Es gibt Scheiben, die knallen gleich nach dem ersten Hören und für manche braucht man eine gewisse Zugangszeit, „Encounter“ hat beides und sollte GURD endlich mal auf ein höheres Level hieven. Jetzt weiß ich auch, mit welcher Band ich das am ehesten vergleichen würde, aber nur vom Vibe her, PRONG! „Control“ furcht dermaßen durch die Lauschlappen, dass der Groove nur so ein Wonne ist. Wenn da mal nicht ein Hit für die Rock-Zappelbuden entstanden ist!. Ohne Verschnaufpause, haut dir dann „Decision“ den letzten Zimt aus der Zwiebel. Die Mischung aus Mördergroove und thrashigen, geilomäßigen Abgehparts bringen so eine massive Power, dass ihr da draußen abgehen werdet, als würde es das letzte Mal sein. Natürlich kann man jetzt hie und da Kritik anbringen. Okay, man wird auch teilweise an TESTAMENT erinnert, aber ist das nicht scheißegal!? Wenn man sich einen Song wie „My Demons“ erst mal reingezogen hat, ist der Finger danach schon wieder bereit die Play-Taste erneut zu drücken und das wird oft passieren. Bei mir läuft dieses Monstergerät von CD jedenfalls so lange bis... - ja bis was Geileres auf diesem Sektor rauskommt, aber das wird wahrscheinlich lange dauern. Pole Position? Alter, mehr als das!
Stephan Hoff
13 / 13 Punkte
Stefan Hoff
www.bright-eyes.de
REVIEW "ENCOUNTER" HAMMER
Gurd gibt´s noch, Gurd gibt es nicht mehr, Gurd gibt´s noch - wieviele
unschuldige Gänseblümchen mussten ihr zartes Leben lassen, weil man als Anhänger der Schweizer nicht genau wusste, ob die Band nach Verlust ihres Plattenvertrages im Jahr 2000 wieder zurückkehren würde - sie kehren und zwar mit einem fetten Thrash-Besen namens ENCOUNTER! Spielte ihr letztes Werk BEDLAM (2000) noch ein wenig verschüchtert mit den Riffs der Achtziger Jahre - zuvor waren Gurd eigentlich weniger als Traditionalisten, denn als New Thrasher bekannt - wirft sich das Quartett nun mit voller Begeisterung in die Aufgabe. Fans, die die Vorgängerband von Frontmann V.O. Pulver, Poltergeist, schon mochten, können hier problemlos wieder zugreifen. Zwar tauchen am Anfang auch noch einige groove-orientierte Stücke auf, doch gerade am Schluss ballern dir Gurd einen Testament-Gedächtnis-Riff nach dem
anderen vor die Haarwurzel - und zwar mit einer Spielfreude, die fast schon beleidigend anmutet. ENCOUNTER ist zwar weder das bestproduzierte noch innovativste Werk in der Geschichte von Gurd, aber mit Sicherheit das unbefangenste und spontanste - und das ist ein großes Plus.
5 / 7 Punkte
Matthias Weckmann
www.hammer-mag.de
REVIEW "ENCOUNTER" NOIZEFACTOR.DE
Gurd? Kennt ihr nicht? Na die Jungs haben aber schon etliche Alben am Start. Encounter heisst die neue CD, die die Jungs am 1. April via DieHard veröffentlichen. Ich dachte ich hör nicht richtig, dieses Album ist der Oberhammer. Eine perfekte Mischung aus Wargasm, Prong, Testament usw. einfach göttlich!!! Saugeile Riffs, abwechslungsreiche fett groovende Songs. Geiler Sound, fettes Schlagzeug, treibende Gitarren, rauher richtig geiler Gesang, eben Musiker, die absolut ihr Handwerk verstehen. Diese Scheibe ist perfekt. Songs rauszunehmen wäre fatal. Jeder ist auf seine Weise einzigartig!!! Perfekt, ok ich krieg mich lieber ein und vergebe die Bestnote. Sowas von genial die Scheibe...
7 / 7
REVIEW "ENCOUNTER" METAL HEART
Fettes Brett, dass die Schweizer Gurd hier auffahren! Hatten ja auch schon fünf Alben Zeit, sich aufeinander einzuzocken. Und so steht Encounter nun vor uns. Spontan sprudeln mir gleich mehrere Namen durch den Kopf, als da wären neuere Anthrax, Sacred Reich zu Independent Zeiten und jede Menge Testament zu Low Tagen. Und ich denke die eine oder andere Biohazard Platte dürfte man auch im Plattenschrank finden. Jagt man das alles durch den großen Metal Kompensator kommt Encounter heraus, das mit fetten Groovern nicht geizt. Einzelne Songs vorzustellen wäre so überflüssig, wie dem Michelinmännchen eine Daunenjacke verkaufen zu wollen. Hier wird gegroovt und gedrückt, gerifft und gebrüllt dass das alte Thrasherherz vor Freude hüpft. Und ein verdammt modernes Klanggewand haben sich die Riffs zugelegt, von Achtziger Staub kann also keine Rede sein, so dass auch nur wenige Songs ein Solo über die immer wieder dissonant krachenden Riffs gefiedelt bekommen. Einzig der Sound könnte noch ein wenig knackiger ausfallen, da ist der internationale Standard bereits ein bisschen weiter und ein klein wenig mehr Gurd zwischen den Backflashs zu anderen Bands würde Encoutner zu noch mehr Ehre gereichen.
8 / 10 Punkte
Tobias Gerber
www.metal-heart.de
REVIEW "ENCOUNTER" VAMPSTER
GURD dürfte mittlerweile jedem Metaller ein Begriff sein. Wer es nicht weiß: GURD ist quasi die Nachfolgeband von POLTERGEIST-Klampfer V.O. Pulver. POLTERGEIST waren in den 90er Jahren ein Garant für coolen melodischen Thrash Metal. Nun aber zurück zu den Eidgenossen von GURD. Über Jahre hinweg hatten sie einen Deal bei Century Media und veröffentlichten dort fünf Alben. Allerdings lief der Vertrag mit dem letzten Werk "Bedlam" aus. Bandleader V.O. wollte daher die aktuelle Veröffentlichung "Encounter" auf dem eigenen Label Wamba Music releasen, was letztendlich nicht passierte, denn GURD bekamen ein interessantes Angebot von Die Hard Records, die nun die Schweizer unter ihre Fittiche genommen haben.
V.O. und seine drei Mitstreiter Spring, Franky und Tschibu haben wieder sehr gute Arbeit geleistet und konnten meiner Meinung nach den Vorgänger "Bedlam" sogar noch übertreffen. In der Marschrichtung hat sich bei den Schweizer Jump-Metallern nicht viel geändert. Gewohnte hochwertige Kost aus Abgeh-Thrash Metal und groovendem Hardcore/Crossover. Die dreizehn Tracks wurden im Gegensatz zu "Bedlam" noch einmal kompositorisch verfeinert und teilweise weisen "May Day" und "Older But Wiser" massentaugliches Hitpotential auf. Melodisch, eingängig und mit Ohrwurmcharakter. Selbstverständlich haben GURD auf "Encounter" auch ordentlich harten Stoff verewigt und so gibt es mit "Decision" und "Fangs" zwei Thrash-Keulen um die Lauscher gepfeffert. "Can´t Take Back" pflügt im stampfenden Midtempo die Vorgärten der Biedermänner und bei "Obey" ist sogar ein Faible für den Bay Area-Thrash Metal zu erkennen, da das Anfangsriff, welches sich durch den ganzen Song zieht, aus der Feder von TESTAMENT hätte stammen können. Sehr catchy ist auch das PRONG-mäßige "Control".
GURD haben "Encounter" im eigenen "Little Creek Studio" produziert und die daraus resultierende Arbeit kann sich hören lassen. Der Sound auf dem nunmehr sechsten Studioalbum ist fett und drückt die dreizehn Stücke korrekt in der Magengegend hin und her.
Hoffentlich bekommen GURD mit "Encounter" endlich das Ansehen, welches sie sich schon lange verdient haben. Skin Up!
Psycho
www.vampster.com
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